Die Digitalisierung von Weihnachten

Oder: Warum analoges Weihnachten viel schöner ist

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Sie haben es ganz vergessen? Ja, bald ist wieder Weihnachten – wie jedes Jahr zur gleichen Zeit, vollkommen unerwartet. Oder waren Sie dieses Jahr doch schneller als zuvor die Jahre und haben schon alle Geschenke beisammen, sämtliche Weihnachtspost geschrieben?

Wie auch immer, ich wette, Sie sind an der Digitalisierung von Weihnachten nicht vorbeigekommen. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom kaufen bereits 62% aller Deutschen Internetnutzer ihre Geschenke online, Tendenz steigend. Weihnachtsgrüße werden vermehrt per e-Mail, Whatsapp, Facebook oder ähnlichen sozialen Medien versandt und die gute alte handgeschriebene Weihnachtskarte hat fast ausgedient.

Ich muss zugeben, dass ich seit ca. zwei Jahren fast kaum noch handgeschriebene Karten zu Weihnachten versende. Das hat zum einen Gründe der Bequemlichkeit (ich gebe es zu). Andererseits haben elektronische Weihnachtsgrüße ein deutlich bessere CO2 Bilanz. Und auch hier kann man in einer e-Mail persönliche Worte finden, die aus meiner Sicht wichtig sind, um Kunden, Partnern, Kollegen und Freunden Danke zu sagen und weihnachtliche Wünsche zu übermitteln.

Auch der jährliche „Run“ auf die Weihnachtsgeschenke (Was schenke ich wem, wann besorge ich das wo?) ist zumindest zeitlich entzerrt, da man sich bequem zuhause von der Couch zu jederzeit Inspirationen holen kann und per Knopfdruck die gewünschten Geschenke geliefert werden. Alles in Allem eine deutliche Vereinfachung und ein schönes Beispiel, wie die Digitalisierung unser Leben vereinfacht.

Aber ist das alles nur positiv? Wenn ich an die vielen kleinen und großen Geschäfte auch bei mir im Ort denke, dann ist das eine Bedrohung für deren Besitzer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wo ist die Grenze zwischen dem Fortschritt, der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und der Aufrechterhaltung des Einzelhandels?

Laut einer Studie von Ernst&Young bevorzugen insgesamt immer noch 71% der Bundesbürger gerade zu Weihnachten den Einkaufsbummel in der Stadt. Hier punkten vor Allem Fachhändler mit 39%, große Kaufhäuser fallen deutlich auf 15% ab, wobei der Onlinehandel interessanterweise im Vergleich zum Vorjahr bei 21% stabil bleibt. Ich genieße noch die Mischung aus stationärem und online Handel, insbesondere schätze ich die persönliche Beratung.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Digitalisierung des Einzelhandels weiterentwickelt. Hier sind neue Konzepte gefragt, um das „Einkaufserlebnis“ neu zu gestalten. Eine Vorreiterrolle nimmt hier mal wieder Amazon ein, die mit Ihrem Supermarkt der Zukunft zeigen, wie stationäres Einkaufen mit Hilfe von Digitalisierung vereinfacht und beschleunigt werden kann. Wann holt der deutsche Einzelhandel auf?

Auch wenn zu Weihnachten bei vielen sicherlich neue Smartphones, Tablets, Drohnen, oder andere digitale Gadgets auf dem Gabentisch liegen werden, eins ist sicher: das Essen ist weiterhin analog! Oder können Sie sich vorstellen, die herrlich duftende Weihnachtsganz nur mit Ihrer 3D-Brille zu betrachten und mit ihrer Familie nur virtuell per Video-Chat zu essen und zu feiern? Ich nicht!

Und darum wünsche ich allen ein herrlich analoges Weihnachtsfest!

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Auf Wiedersehen Dimension Data!

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Nach fast 3,5 Jahren habe ich mich entschlossen, Dimension Data zu verlassen. Diese Entscheidung war schwer, hat viele Gespräche mit meiner Familie, lange Läufe, viel Musik und einige schlaflose Nächte gekostet. Aber ich habe diese Entscheidung so getroffen und ich sage voller Überzeugung: Auf Wiedersehen Dimension Data, danke für diese spannende Reise!

Auf Wiedersehen, da ich viel gelernt habe

Als ich 2013 bei Dimension Data angefangen habe, habe ich erst einmal einen Kulturschock bekommen. Einen Kulturschock im positiven Sinne: Der unkomplizierte Umgang untereinander über jegliche Hierarchieebenen hinweg, die Geschwindigkeit der Entscheidungen und deren Umsetzungen, als auch die bedingungslose Kundenorientierung haben mich gefesselt.

Ich durfte in meiner Rolle aktiv an der Veränderung, der Transformation, einer Dimension Data mitwirken: vom netzwerk-zentrischen Systemintegrator hin zu einem modernen Service Provider für die Digitale Transformation. Dabei ging es nicht nur um Portfolio, sondern insbesondere um Menschen. Die Menschen mit auf diese Reise zu nehmen war eine der spannendsten Aufgaben, die mir sehr viel Freude bereitet hat, bei der ich sehr viel gelernt habe. Beispielsweise, dass kleine Erfolge eine große Bedeutung haben können. Oder dass große Zahlen und Ambitionen sich realisieren lassen, wenn man keine Ausreden sucht und sich gemeinsam Wege finden lassen. Aber auch die Integration eines neuen Unternehmens, der damit verbundene Change Prozess und das Team-Building war eine große Lernkurve und Bereicherung.

Die Formulierung einer Go-To-Market-Strategie und die konsequente Implementierung von Vertriebsprozessen haben mich persönlich gefordert und auch weiterentwickelt. Kleine Erfolge, Rückschläge, größere Erfolge und letztendlich die Bestätigung durch viele Kunden und das Übererfüllen gesetzter Ziele.

Ich durfte die Arbeits- und Sichtweise eines modernes IT Service Dienstleisters kennen lernen: was ist wichtig, wie wird der Vertrieb gesteuert, welche Partner werden aus welchen Gründen ausgewählt, welche KPI’s werden gemessen und warum, wie setze ich Wachstumsprogramme mit Partnern auf und führe diese zum Erfolg, wie bringe ich eine global agierende Organisation mit ein, usw.

Ich erinnere mich mit Freude an unzählige Kundenmeetings, Meetings mit unseren Partnern, Key Notes im Rahmen von Messen und Veranstaltungen, Pressetermine, interne Meetings und auch Meetings mit meinen globalen Kolleginnen und Kollegen. Das hat nicht nur zu meiner Erfahrung beigetragen, sondern die vielen Erinnerungen verbinde ich auch mit vielen Reisen, gutem Feedback sowie auch manchmal konstruktiver Kritik und die Kraft, die ich aus diesen Meetings mitgenommen habe. Vielen Dank für diese Erfahrungen!

Auf Wiedersehen, da wir viele tolle Erfolge erzielt haben

Erfolge geben Kraft. Und wir haben viele tolle Erfolge generiert. Ich erinnere mich gut an die Anfänge der Dimension Data Managed Cloud Platform, wie wir aus Deutschland Anforderungen formuliert haben, konsequent eingefordert haben, erste Kunden gewinnen konnten und die Zahl der Kunden immer weiter gestiegen ist. Wir konnten durch den hohen Einsatz vieler Kolleginnen und Kollegen erreichen, dass wir in Europa den Auftragsbestand für unsere Managed Cloud Platform konsequent steigern konnten – vielen Dank an alle Kolleginnen und Kollegen, die daran tatkräftig mitgewirkt haben.

Wir haben Anfang 2014 einen Wachstumsplan für unser Datacenter Business verabschiedet und konnten dieses Geschäft bis heute zu einer der größten Business Unit innerhalb der Dimension Data aufbauen. Dabei haben wir nicht nur viele Kunden gewinnen können, sondern auch viele neue Kolleginnen und Kollegen.

Wir haben unsere ambitionierten Ziele im Bereich Managed Services durch das Gewinnen von einigen großen und bedeutungsvollen Outsourcing Projekten untermauert. Wir konnten eines der größten Outsourcing Projekte der Dimension Data gewinnen, mit der Besonderheit, dass wir eine hybride IT Architektur für den Kunden implementieren, die fast zu 100% Cloud-basierend ist.

Wir haben erfolgreich eine weitere Business Unit „End-User-Computing“ etabliert und konnten das traditionelle Managed Services kontinuierlich weiterentwickeln, in dem wir verstärkt auf Plattformen und Shared Services gesetzt haben.

Wir haben das Marketing und die Kommunikation einer Dimension Data verändert, mehr „Story Telling“, mehr Beispiele für die „Digitale Transformation“ und wie wir dies umsetzen. Wir haben Social Media als zusätzlichen Kanal zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etabliert. Damit konnten wir das Gesicht der Dimension Data im Markt deutlich schärfen. Dimension Data ist heute im deutschen Markt ein Vorreiter bei der Digitalisierung, nicht zuletzt auch aufgrund des Digital Leader Awards, den wir 2016 erstmals erfolgreich organisiert haben.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Kunden und auch Partnern bedanken, die uns ihr Vertrauen gegeben haben.

Auf Wiedersehen, da Dimension Data enormes Potential hat

Ich habe Dimension Data kennen gelernt als ein Unternehmen, wo nicht nur der Kunde, sondern auch der Mitarbeiter im Mittelpunkt steht. Diese Kultur kombiniert mit der richtigen Strategie, die Digitale Transformation im Bereich der Infrastruktur, der Arbeitsumgebungen zusammen mit Sicherheitslösungen und eigenen Cloud Plattformen voranzutreiben, wird weiterhin erfolgreich sein. Auch die konsequente Weiterentwicklung dieser Strategie im Rahmen der NTT Gruppe kombiniert mit den Schwesterunternehmen birgt enormes Potential.

Dimension Data ist somit für jeden Hersteller und auch für jeden Kunden definitiv eine Alternative zu den bisherigen Anbietern. Von daher glaube ich fest an eine positive Entwicklung und bin stolz darauf, 3,5 Jahre Teil dieser Entwicklung gewesen zu sein.

Auf Wiedersehen, da die IT Industrie doch irgendwie klein ist

Wie sagt man so schön: in der IT Industrie trifft man sich mindestens zweimal! Nicht nur dieser Spruch ist wahr, sondern auch die Tatsache, dass Dimension Data für alle Hersteller und Kunden eine Top-Adresse für IT Lösungen der nächsten Generation ist. Daher denke ich fest, dass ich viele Kolleginnen und Kollegen wieder treffen werden und auch mit Dimension Data weiterhin verbunden sein werde. Darauf freue ich mich, denn wo Vertrauen besteht, kann man vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Auf Wiedersehen, da ich neue Freundschaften gefunden habe

Viele Menschen bei Dimension Data arbeiten mit enormer Leidenschaft, Loyalität, mit der richtigen Einstellung und absolut kundenorientiert. Das hat mich von Anfang an begeistert. In dieser Kultur arbeiten hoch qualifizierte Menschen, die zusammen „mehr“ erreichen können. Diese unbändige Kraft von Teams konnte ich mehrfach hautnah miterleben. Ich erinnere mich sehr gut an diverse sehr intensive Meetings, wo wir im Team nicht nur hart gearbeitet haben, sondern auch eine Menge Spaß hatten und auch deshalb tolle, wichtige Projekte gewinnen konnten.

Dabei trifft man nicht nur auf Kolleginnen und Kollegen, sondern mit der Zeit entwickeln sich Freundschaften. Freundschaften, die ich nicht mehr missen möchte. Mit diesen Menschen habe ich zuerst meine Entscheidung geteilt. Diese Gespräche haben mir einerseits Kraft gegeben, anderseits aber durchaus gezeigt, dass ich ein tolles Team verlasse. Danke für die tolle Zusammenarbeit, danke für das Vertrauen!

Nun bin ich dabei, meine Aktivitäten zu übergeben, mit Kunden und Partnern zu sprechen, viele Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen zu führen. Dabei ertappe ich mich immer wieder, dass ich immer noch „wir“ sage. Das ist ein gutes Zeichen und zeigt mir, dass ich diese Zeit vermissen werde.

Ich freue mich aber auch auf meine neue Herausforderung. Eine Herausforderung, die für mich eine persönliche Weiterentwicklung ist, die sich richtig und gut anfühlt. Eine Herausforderung, die mal wieder Veränderung bedeutet. Mehr dazu wird es Anfang des nächsten Jahres geben.

Bis dahin wünsche ich allen ein wunderschönes, erholsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das neue Jahr.

Auf Wiedersehen!

Andre Kiehne

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