5 Top Tech Trends, die Unternehmen erfolgreicher machen

Mobilität, Pay-per-Use, Vernetzung: Die Herausforderungen, denen sich die IT-Branche gegenüber sieht, werden sich zwangsläufig auch auf alle anderen Wirtschaftszweige auswirken. Schon jetzt zeichnen sich fünf Technologie-Trends ab, die dieses Jahrzehnt prägen und Unternehmensstrategien von Grund auf revolutionieren werden. Unternehmen sollten diese Chance nutzen, ihre Rentabilität zu steigern und sich als Vorreiter möglicherweise sogar Wettbewerbsvorteile zu sichern.

1. Verbrauchsbasierte as-a-Service-Modelle: Der große Gleichmacher

Der Grund für den Umstieg auf verbrauchsbasierte as-a-Service-Angebote ist oft profan: Mit den schrumpfenden IT-Budgets ist es vielen Unternehmen nicht mehr möglich, das eigene Rechenzentrum so aufzurüsten, dass es den Anforderungen von Mobile Business und Big Data gerecht wird. Neben der Reduktion des finanziellen Risikos steigt durch die Nutzung von On-Demand-Lösungen aber auch die Agilität von Unternehmen – und darin liegt der große Vorteil dieser Dienstleistungen. Unternehmen sind dadurch nicht nur in der Lage, schnell auf die Wünsche der internen Geschäftseinheiten zu reagieren, sie können darüber hinaus neue Go-to-Market-Strategien etablieren.

Gerade spezielle Software für Businesskunden, die früher mit teuren Lizenzen vermarket wurde, kann heute mit Hilfe eines Cloud-Providers und dessen globalen Plattformen als Software-as-a-Service zugänglich gemacht und auf Pay-per-Use-Basis vertrieben werden. Davon profitieren in erster Linie kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). In den letzten Jahrzehnten konnten sich nur große Unternehmen die modernsten IT-Anwendungen und Hardware leisten. Heute stehen jedem Unternehmen die gleichen Instrumente zur Verfügung – daher sorgt nicht mehr die Technologie für den Unterschied, sondern der Umgang mit ihr.

Und während im ersten Schritt Rechenzentren virtualisiert und Prozesse in die Cloud verlagert wurden, wächst im Zuge der digitalen Transformation die Nachfrage nach nutzungsbasiert bereitgestellten Business-Anwendungen und ERP-Systemen, nach Dienstleistungen in der Kommunikation und Zusammenarbeit, die verbrauchsabhängig berechnet werden. Zentral verwaltete, einheitliche Kommunikationskanäle, Back-up-as-a-Service und Enterprise Mobility als Dienstleistung: Dem Facettenreichtum der Angebote sind keine Grenzen gesetzt.

2. Vernetzte Welt: Vorteile erkennen und nutzen

An die Vernetzung via Tablet, Smartphone und Co. sind Millionen Menschen weltweit heute schon gewöhnt. Home-Shopping, GPS-Steuerung, Online-Banking: Abläufe aus dem privaten und geschäftlichen Umfeld werden zunehmend ins Internet und damit auf externe Server verlagert. Die Intensität der Vernetzung wird ohne Zweifel aber noch weiter steigen. Sensoren gibt es längst nicht mehr nur in Handys, sie erobern Autos, Konsumgüter, die Landwirtschaft, medizinische Systeme, Kleidung und sogar die Baubranche. Innovative IKT-Systeme ermöglichen schon heute die Auswertung der riesigen Datenmengen, die von den Sensoren erfasst werden – und ermöglichen auf dieser Basis Echtzeit-Entscheidungen.

Die Anzahl der in Produkten eingebetteten Sensoren ist heute viel größer als die meisten Menschen erwarten würden. Händler und Betreiber von Einkaufszentren nutzen die Möglichkeiten der vernetzten Welt beispielsweise bereits gewinnbringend. Sensoren zeichnen Bewegungsmuster und Verhaltensweisen von Kunden auf und liefern den Händlern wichtige Einblicke. Mit Hilfe der gewonnenen Daten können sie lokalisieren, wo und wann Kunden die meiste Zeit verbringen und ihr Geld ausgeben. Verkaufsstrategien werden entsprechend optimiert. Vernetzung hält aber auch in anderen Bereichen Einzug. Sensoren, die in mobile Geräte von Pflegekräften integriert werden, überwachen in Krankenhäusern beispielsweise kritische medizinische Geräte, um so die Patientenversorgung zu verbessern. Dreh- und Angelpunkt ist in beiden Fällen eine sichere Plattform, die die optimale Verwaltung und Auswertung der riesigen Datenmengen ermöglicht.

3. Next-Generation-Networking: Herausforderung und Chance

Weitreichende, hochverfüg- und skalierbare, technisch optimal abgesicherte Netzwerke sind heute die Basis der IT – und ihre Bedeutung wächst weiter. In der Vergangenheit benötigte die hausinterne IT in der Regel Wochen, um das Netzwerk für ein mittelgroßes Projekt einzurichten. Angesichts der jüngsten Fortschritte in der Automatisierung von Rechenzentren und im Bereich der Virtualisierung hat sich das Blatt gewendet. Netzwerke stehen schneller zur Verfügung, werden aber auch immer komplexer. Die Ressourcen für die Wartungs- und Instandhaltung sind knapp und teuer. Die Steuerung von Netzwerken muss also erleichtert werden.

Eine Lösung ist dabei das sogenannte Software-Defined Networking (SDN). Dabei wird Software, die zentral vorgibt wohin Daten geschickt werden, vom darunterliegenden System, das die Daten tatsächlich weiterleitet, getrennt. Der Datenverkehr kann so ohne Zugriff auf die einzelnen physischen Netzwerkkomponenten zentral gesteuert werden. In Zukunft wird es dadurch möglich sein, einen großen Prozentsatz der Netzwerkdienste per Software abzurufen. Netzwerke werden agiler und unterstützen neue Informations- und Kommunikationstechnologien – etwa die von jungen Start-ups, die den großen Netzwerkanbietern das Leben schwer machen.

4. Benutzerzentriertes Computing: die Mobilität von morgen

Der Einsatz intelligenter, mobiler Geräte birgt für Unternehmen großes Potenzial, um die eigene Produktivität zu steigern und den Kundenservice zu verbessern. Während Bring-Your-Own-Device (BYOD) dabei in der Theorie gut klingt, ist es in der Praxis schwierig zu implementieren. Mitarbeiter werden zu recht skeptisch, wenn ihre persönlichen Daten zusammen mit Unternehmensdaten gespeichert werden – und verloren gehen, wenn das Gerät Schaden nimmt oder gestohlen wird.

Wie es richtig geht, zeigt das Beispiel einer internationalen Airline: Mit dem Einsatz von Tablets konnte beispielsweise der Check-in-Prozess optimiert werden. Das Personal geht dabei auf die Reisenden zu und unterstützt sie am Tablet beim Einchecken. Die Daten werden zentral abgeglichen und in Echtzeit aktualisiert. Das bedeutet zufriedene Kunden und Kraftstoffeinsparungen, weil weniger gedruckte Belege mit an Bord genommen werden müssen. Basis solcher Innovationen wird zunehmend ein Modell sein, mit dem Benutzer in der Lage sind, von jedem Gerät aus auf Anwendungen und Daten zuzugreifen. Das Computing-Modell der Zukunft muss strikt nutzerorientiert sein: Erster Schritt dafür ist ein Cloud-basiertes Mobility-as-a-Service-Angebot.

5. Social Media: Baustein der Geschäftsstrategie

Social Media durchdringt mittlerweile alle gesellschaftlichen Schichten, die Geschäftswelt aber noch längst nicht so sehr wie vor einigen Jahren prognostiziert wurde. Die Bedeutung von Social Media wird allerdings in dem Maße zunehmen, in dem jüngere Mitarbeiter auf Posten von Mitarbeitern, die in den Ruhestand gehen, rücken. Diese nachfolgende Generation bevorzugt schon jetzt Social-Media-Kanäle gegenüber E-Mail und Instant Messaging – genauso wie ihre Kundschaft.

Die Integration von sozialen Kanälen in Unternehmensabläufe bedeutet allerdings mehr als nur die Einrichtung von Facebook- und Twitter-Accounts, sie muss vielmehr sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Nutzer müssen den größeren gesellschaftlichen Rahmen verstehen und die Social-Media-Funktionen selbst in den Geschäftsprozess einbetten, etwa in Form von Wikis, mit deren Hilfe die Mitarbeiter zusammenarbeiten und Informationen austauschen können. Eine Versicherung beispielsweise bietet ihren Kunden die Möglichkeit, über den Facebook-Zugang auf dem mobilen Endgerät in Verbindung zu einem Versicherungsmitarbeiter zu treten. Über den GPS-Sensor im Smartphone kann die Versicherung den Kunden orten und den nächstgelegenen Abschleppwagen losschicken. Der Kunde kann in Echtzeit verfolgen, wo der Abschleppwagen fährt und wann er bei ihm sein wird.

Computer, Client, Cloud

Die IT-Branche hat in den letzten Jahrzehnten und zuletzt in immer kürzeren Zeiträumen einen starken Wandel erfahren. Der PC in den 80er-Jahren, die Umstellung auf Client-Server-Modelle in den 90ern und der Siegeszug des Internets in den 2000er Jahren sind Meilensteine der Digitalisierung. In diesem Jahrzehnt beobachten wir eine Verschiebung hin zu dem Punkt, an dem IT einen direkten Nutzen erfüllt – einen Nutzen, der für kleine und große Unternehmen gleichermaßen als IT-as-a-service, als Cloud-Dienst und als nutzungsbasiertes Modell verfügbar ist. Sicher ist: Die makroökonomischen Auswirkungen dieser digitalen Transformation werden größer sein als die der Umwälzungen zuvor und alle Branchen grundlegend neustrukturieren.

Zuerst erschienen auf Huffington Post.

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Author: Andre Kiehne

Director Solution Sales, Microsoft Germany GmbH

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