Ab in die Cloud! Und was wird aus dem Rechenzentrum?

Das Rechenzentrum ist das Herz der IT-Infrastruktur im Unternehmen. Im Zuge der digitalen Transformation bleibt aber auch dieser Status nicht unberührt. Unternehmen müssen auf Basis einer genauen Analyse entscheiden, ob sie weiterhin exklusiv auf die Dienste eigener Rechenzentren bauen oder ihre IT-Strukturen mit Cloud-Lösungen modernisieren wollen.

Die Geister scheiden sich an der Frage, ob firmeneigene Rechenzentren  in Zeiten von Cloud Computing und Unified Communications überhaupt noch eine Rolle spielen. Dabei schwingt auch immer die Bedeutung der Next-Generation-IT mit: Kann ein Unternehmen ohne die – wenigstens teilweise – Auslagerung von Daten in die Cloud und ohne die ungehinderte Kommunikation über globale Netzwerke überhaupt noch profitabel und zukunftsorientiert arbeiten?

Für die Wirtschaftlichkeit eines Betriebs ist es entscheidend, die benötigten Kapazitäten beim Unterhalt oder Ausbau des eigenen Rechenzentrums genau prognostizieren zu können. Denn Investitionen in ein neues Rechenzentrum binden Kapital zumeist über rund 20 Jahre. Glaubt man allerdings einer Studie des IT-Service-Anbieters Colt, so haben Unternehmen gerade bei der Einschätzung des Eigenbedarfs große Schwierigkeiten. 64 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind demnach in den vergangenen ein bis zwei Jahren Fehler bei der Kapazitätsplanung unterlaufen.

Dabei bleibt ein Großteil der Ressourcen im Rechenzentrum ungenutzt; die durchschnittliche Auslastungsquote der Datencenter liegt heute gerade einmal bei sechs bis zwölf Prozent. Das wird sich in den nächsten Jahren allerdings grundlegend ändern. Laut der Umfrage Data Center 2025 von Emerson Network Power wird die Auslastung von Rechenzentren in knapp zehn Jahren bei über 60 Prozent liegen.

Entscheidend ist dabei die Verknüpfung der vorhandenen On-Premise-Infrastruktur mit modernen Angeboten. Unternehmen werden zunehmend differenzieren, welche Prozesse sie über Public, Private oder Hybrid Cloud abwickeln können und wo eine Ergänzung durch externe Dienstleister sinnvoller ist als der Ausbau des eigenen Rechenzentrums. In erster Linie locken ökonomische Vorteile, denn eine veraltete Infrastruktur kostet Unternehmen sowohl im Unterhalt als auch in der Steuerung mehr als flexible pay-per-Use-Angebote. Zudem wird der Umstieg auf neue Trends wie das Mobile Business erschwert.

Fazit: Schon heute entfallen laut Cisco Cloud-Index rund 46 Prozent der Arbeitslast deutscher Rechenzentren auf Cloud-Dienste – Tendenz steigend. Dennoch wird das unternehmenseigene Rechenzentrum nicht aussterben. Für die IT-Verantwortlichen kommt es darauf an, eine moderne stationäre Rechenzentrumsinfrastruktur mit einer spezifischen Mischung aus Cloud-Services zu kombinieren.

Advertisements

Author: Andre Kiehne

Director Solution Sales, Microsoft Germany GmbH

2 thoughts on “Ab in die Cloud! Und was wird aus dem Rechenzentrum?”

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s